Musikförderung e.V.

 

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1. Russisches Kammermusikfest Hamburg 2010

Programm

 

 

 

Eröffnungskonzert
Lubotsky-Trio

Mark Lubotsky (Violine), Olga Dowbusch-Lubotsky (Violoncello), Brenno Ambrosini (Klavier)
Donnerstag, 2. September · 20 Uhr · Kulturkirche Altona

Programm:

 

Peter Tschaikowski (1840-93):

Klaviertrio op.50

Sergej Prokofiew (1891-1953):

5 Melodien f. Violine & Klavier op.35

Reinhold Glière (1875-1956):

8 Stücke f. Violine & Cello op. 39

Der Oistrach-Schüler Mark Lubotsky trat mit den bedeutendsten sowjetischen Orchestern auf. Nach seiner Emigration konzertierte er in Westeuropa, Japan, Australien, Neuseeland und den USA, war Gast vieler Festivals und arbeitete unter Dirigenten wie Roshdestwenski, Kondraschin, Ormandy, Swetlanow, Rostoprowitsch, Haitink und Sanderling. Olga Dowbusch-Lubotsky (Cello) stammt aus Saratow; sie studierte am Moskauer Konservatorium und an der Musikhochschule Hamburg. Als Kammermusikerin und Solocellistin konzertierte sie in Deutschland, Spanien, Holland, Frankreich, Finnland, Russland und den USA.
Der Venezianer Brenno Ambrosini hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Preise bei internationalen Klavierwettbewerben gewonnen. Er konzertierte als Solist mit bedeutenden Kammermusikensembles und mit Orchestern in Europa, USA und Japan, darunter das Royal Philharmonic Orchestra London oder das Concertgebouw Amsterdam.

 

Lubotsky-Trio

 

Spätromantische Werke für Violine und Klavier
Duo Inna Kogan & Tobias Bigger

Freitag, 3. September · 20 Uhr · Alfred Schnittke-Akademie

Programm:

 

Michail Ippolitow-Iwanow (1859-1935):

Sonate op.8

Nikolai Medtner (1880-1951):

Sonate op.21

César Cui (1833-1918):

Sonate op.84

Sergej Bortkiewicz (1877-1952):

Sonate op.26

Die heute in Westfalen ansässige Geigerin Inna Kogan studierte am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Petersburg; Meisterkurse absolvierte sie bei international renommierten Violinprofessoren wie Wolfgang Marschner, Yfrah Neaman, Victor Liebermann und David Hen. 1990 nahm sie erstmals am Schleswig Holstein Musikfestival teil. Seit 1996 gewann sie Auszeichnungen bei mehreren Wettbewerben in Italien, Dänemark und Weimar.
Tobias Bigger studierte an der Musikhochschule Köln; weitere Klavierstudien bzw. Meisterkurse bei den international renommierten Professoren Karl-Heinz Kämmerling (Hannover, Salzburg), Vitalij Margulis (Leningrad, Freiburg, Los Angeles), Detlef Kraus (Essen, Hamburg) und Bernard Ringeissen (Paris) folgten. Eine besondere Vorliebe des Pianisten richtet sich auf selten gespielte Musik, insbesondere virtuose Bearbeitungen. Dieses Repertoire ist auch Gegenstand von Biggers CD-Einspielungen (erschienen bei Querstand, Brioso-Recordings und EMEC). Mit Transkriptionen setzt sich der Pianist auch von der kompositorischen Seite her auseinander. Bigger verfasst Bearbeitungen für Soloklavier und Violine-Klavier-Duo und publiziert seine Klavierbearbeitungen bei dem durch die Veröffentlichung raren Klavierrepertoires hervorgetretenen US-Verlag “Musica Obscura Editions”.

 

Duo Inna Kogan & Tobias Bigger

 

Raritäten für Kontrabass und Klavier
Duo Markus Rex & Robert Starke
Sonntag, 5. September · 11.15 Uhr (Matinee) Alfred Schnittke-Akademie

Programm:

 

Alexander Schurbin (*1945):

Sonate (1975)

Reinhold Glière (1875-1956):

Vier Stücke op. 32

Sofia Gubaidulina (*1931):

Sonate (1975)

Sergej Kussewitzky (1874-1951):

Vier Stücke für Kontrabass und Klavier

Sergej Rachmaninow (1873-1943):

Vocalise aus op. 34 (Bearbeitung)

Markus Rex studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin; seit 1992 wirkt er als stellvertretender Solokontrabassist im Berliner Konzerthausorchester. Er konzertierte im In- und Ausland, darunter auch beim Festival “Mitte Europa”. Konzertreisen führten ihn bis nach Japan, Korea und China. Als Pädagoge hat sich Rex vor allem durch die Gründung und Leitung des Kontrabassseminars “Bassini” einen Namen gemacht. Er engagiert sich besonders für zeitgenössische Musik auf dem Kontrabass mit zahllosen Uraufführungen, aber auch für alte Musik und historische Aufführungspraxis. 
Robert Starke (Klavier) ist ebenfalls Absolvent der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Er gewann mehrfach 1. Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert“. Seit 2004 Projektarbeit mit verschiedenen Orchestern unter Dirigenten wie Eliahu Inbal, Serge Baudo oder Howard Griffiths.

Russisches Kammermusikfest

 

 

 

Der Komponist Nikolai Medtner (1880-1951)
Dokumentationsausstellung

im Foyer der Alfred Schnittke-Akademie (Eintritt frei)
zugänglich während der Konzertveranstaltungen

 

Russisches Kammermusikfest

 

Vortrag von Nicolo-A. Figowy
zur begleitenden Dokumentationsausstellung
Sonntag, 5. September · 17 Uhr · Alfred Schnittke-Akademie (Eintritt frei)

 

Die Pianistin Natascha Konsistorum schrieb ein Buch über Nikolai Medtner (1880-1951), dessen Nachlass sie vor ein paar Jahren erwerben konnte. Der gemeinhin als Klavierkomponist bekannte Medtner hinterließ auch ein umfangreiches Liedschaffen. Neben den wichtigsten Daten seiner Biografie enthält das Buch viel Persönliches in Form von Fotos und Briefproben. Der Hamburger Musikjournalist Nicolo-A. Figowy stellt das Buch vor und referiert unter Verweis auf die Dokumentationsausstellung und das sich anschließende Konzert.

 

Russisches Kammermusikfest

 

Lieder und Klavierwerke von Nikolai Medtner
Alla Kravchuk (Sopran), Natascha Konsistorum (Klavier)
Sonntag, 5. September · 18 Uhr · Alfred Schnittke-Akademie

Programm:

 

Nikolai Medtner (1880-1951):

Klavierzyklus „Vergessene Weisen“ op.38

 

Lieder aus opp. 6 und 15 (Goethe), opp. 13 und 36 (Puschkin),

 

op.24 (Tjutschew), op.32 (Delwig)

Mit Alla Kravchuk, gefeierte Sopranistin am hannoverschen Opernhaus, fand die Pianistin Natascha Konsistorum eine kongeniale Interpretin der Lieder Nikolai Medtners. Sie stammt aus der Ukraine, studierte Gesang an den Konservatorien in Kiew und London. Gastengagements führten sie u.a. zur Castleward Opera und zur Clontero Opera, außerdem trat sie bei zahlreichen Konzertgastspielen in Erscheinung. Seit 2001 ist sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, Ende 2010 wechselt sie an die Staatsoper Stuttgart.

 

Russisches Kammermusikfest

 

Werke für Viola und Klavier
Duo Ulrich von Wrochem & Wolfram Lorenzen
Donnerstag, 9. September · 20 Uhr · Alfred Schnittke-Akademie

Programm:

 

Michail Glinka (1804-57):

Sonate d-moll

Alexander Krejn (1883-1951):

Prologue op. 2a

Alexander Glasunow (1865-1936):

Elegie op. 44

Edison Denissow (1929-96):

„Es ist genug“ für Viola & Klavier

Aram Chatschaturjan (1903-78):

Sonate für Viola solo

Anton Rubinstein (1829-94):

Sonate op.49

Ulrich von Wrochems Karriere führte ihn seit 1966 bis in die Position des Solobratschers der Berliner Oper und der Mailänder Scala unter Claudio Abbado und als Solist mit berühmten Orchestern zusammen. Seit einigen Jahren ist er freiberuflich tätig, gab und gibt Meisterkurse in vielen Ländern. Zu seinen Kammermusikpartnern zählten u.a. die Pianisten Jörg Demus, Bruno Canino und Alfons Kontarsky. Mit Jessye Norman spielte er bei Philips die "Bratschenlieder" von Brahms ein.
Aus verschiedenen internationalen Musikwettbewerben ging Wolfgang Lorenzen, der u.a. bei Paul Badura-Skoda studierte, als Preisträger hervor. Als Solist spielte er mit den Bamberger Symphonikern, dem Südwestfunk-Sinfonie-Orchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich u.a. unter Dirigenten wie Michael Gielen oder Ernest Bour. Lorenzen war Gast bei vielen Festivals, den Salzburger Festspielen, dem Flandern Festival und dem Schleswig Holstein Musikfestival.

 

Russisches Kammermusikfest

 

Hommage an Modest Mussorgski
Anatolij Safiulin (Bass) & Natascha Konsistorum (Klavier)
Freitag, 10. September · 20 Uhr · Alfred Schnittke-Akademie

Programm:
Modest Mussorgski (1839-81)
Liederzyklen „Ohne Sonne“, „Lieder und Tänze des Todes“, „Die Kinderstube“
Miniaturen für Klavier: „Rêverie“, „Eine Träne“, „Am Südufer der Krim“

Anatolij Safiulin gilt in der Fachwelt als „Champion russischer Musik“ für seine Interpretationen von Werken von Mussorgski, Prokowjew, Rimsky-Korsakow, Rachmaninow, Schostakowitsch, aber auch gerade zeitgenössischer Komponisten wie Denissow, Gubaidulina oder Schnittke. Er ist regelmäßig Gast auf zahlreichen internationalen Musikfestivals und hat mit so herausragenden Dirigenten wie Masur, Penderecki, Fedosejew oder Lazarew zusammengearbeitet.
Die aus Moskau stammende Pianistin Natascha Konsistorum studierte in Jalta und Charkow bei Prof. Regina Horowitz, später an der Musikhochschule Moskau und am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium bei dem legendären Samuel Feinberg. Sie tourte durch die ganze UdSSR, hatte mehrere Rundfunkproduktionen und Fernsehauftritte. 1976 kam sie nach Deutschland. Zahlreiche CD-Produktionen mit der Künstlerin (u.a. des NDR als Solistin und in diversen Kammerensembles, auch als Solistin mit der Moskauer Philharmonie) liegen vor.

 

Hommage an Modest Mussorgski

Hommage an Modest Mussorgski

 

Abschlusskonzert
Atrium-Quartett
Alexey Naumenko (1. Violine)
Anton Ilyunin (2. Violine)
Dmitri Pitulko (Viola)
Anna Gorelowa (Violoncello)
Sonntag, 12. September · 11.15 Uhr (Matinee) · Kulturkirche Altona

Programm:

 

Alexander Borodin (1833-87):

Streichquartett Nr. 2

Anton Arenski (1861-1906):

Streichquartett op.35a

Yuri Falik (1936-2009):

Streichquartett Nr. 8

Chary Nurymov (1940-93):

Streichquartett Nr. 2

 

(Hommage an Indira Gandhi, 1984)

Gegründet im Jahr 2000 am Konservatorium in St. Petersburg, hat das Ensemble bereits mehrere wichtige Wettbewerbspreise errungen – darunter 2 Preise in Moskau 2001, Cremona und Weimar 2002 sowie im April 2003 den 1. Preis und Publikumspreis beim Int. Streichquartett-Wettbewerb in London. In den Folgejahren nahm das Quartett an Meisterkursen (u.a. Alban Berg Quartett) teil. Im Juli 2007 erhielt das Atrium Quartett den 1. Preis (Premier Grand Prix), den Preis für die beste Interpretation des zeitgenösischen Werkes (Prix MMSG - Mecemnat Musical Societe Generale) sowie einen Zusatzpreis beim renommierten Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Bordeaux, der eine CD-Produktion beinhaltet.
Ca. 40 Konzerte pro Jahr stehen bereits im Kalender des jungen Ensembles (u.a. Wigmore Hall London, Utrecht, Amsterdam, Barcelona), in Deutschland spielte man u.a. beim Beethoven-Festival in Bonn, bei den Schwetzinger Festspielen, beim Usedomer Musikfestival, in Oldenburg und Celle. Konzerttourneen in Frankreich, England und den USA sind geplant. Im vergangenen Februar gab das Quartett erstmals ein Konzert in der Hamburger Laeiszhalle.

 

Russisches Kammermusikfest

 

Künstlerische Leitung: Gebhardt Dietsch

Projektleitung: Mathias Meyer, Vorstandsvorsitzender Musikförderung e.V.

 

 

 

 

 

 

 

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