Kammermusikfest Hamburg

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Kammermusikfest Konzerte

Donnerstag, 08. November 2018 · 19.30 · Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal:

Konzert
9. Hamburger Kammermusikfest International

Musikfoerderung

Oscar Bohórquez (Violine), Gareth Lubbe (Viola), Claudio Bohórquez (Violoncello)

Gleich zwei Mal erklingen Johann Sebastian Bachs stilvolle Fugen in diesem Konzert. Der Pianist Glenn Gould hielt die Kunst der Fuge für eines der größten Werke der Musikgeschichte. „Bach habe zum Teil einen harmonischen Stil verwendet, der in seiner Kühnheit und kontrapunktischen Ausführung phasenweise an Wagner und darüber hinaus sogar an die Atonalität eines frühen Schönberg, mehr als 150 Jahre später, erinnere.“

Astor Piazzolla schrieb über seine Tango-Etüden: „Der Performer sollte die Akzente und Atmungen gut übertreiben und daher inspirierend sein, so die Tangos auf dem Bandoneon gespielt werden“. Der Cellist Claudio Bohórquez und der Violinist Oscar Bohórquez lassen den Tango nicht nur atmen, sondern performen ihn absolut authentisch.One wonders how to find “respiration” in the sounds of a cello.
Das Streichtrio B-Dur für Violine, Viola und Violoncello, D 471 hat Franz Schubert nicht zu Ende geschrieben. Trotz des nur einen vollständigen Allegro-Satzes gehört es zu den reizvollsten Miniaturen seiner Kammermusik. Charakteristisch sind dabei die tragende Melodieführung und die feinsinnige Modulation.
Der lettische Komponist Peteris Vasks gehört zu den meistaufgeführten Tonsetzern der Gegenwart. Mit seiner Musik möchte er den Menschen Halt geben und Hoffnung vermitteln. In seinem Werk "Grāmata čellam" »Das Buch« setzt er sich intensiv mit den Ausdrucksmöglichkeiten des Cellos als reines Soloinstrument auseinander. Der erste Teil, "Marcatissimo", ist der aggressivere, virtuose Teil, "Dolcissimo", der zweite Teil, wirkt eher sehr frei und elegisch. Beim Hamburger Kammermusikfest International 2018 ist nun eine neue Version für Viola solo als Welturaufführung zu hören.
Krzysztof Penderecki wird gelegentlich auch als "spätmoderner Klassiker" bezeichnet, der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregt. Das dramatische und lyrische Streichtrio für Violine, Viola und Violoncello (1991) gehört zu den verbindenden Kompositionen seiner Schaffensperioden. In seiner früheren Schaffensperiode schuf er eher dramatische Werke mit bahnbrechenden Klangbildstücken und einer aufregenden Palette von nicht-tonalen "Effekten" und Klangfarben, später folgten dann eher melodische und harmonische Kompositionen.

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Oscar Bohórquez, Violine

Oscar Bohórquez · Violine

ist einer der vielversprechendsten jungen Geiger...seine hervorragende Technik, seine musikalische Tiefe und sein Charisma sind ausserordentlich." so bezeichnete Christoph Eschenbach den jungen deutschen Geiger mit lateinamerikanischer Abstammung. Im September 2009 feierte Oscar Bohórquez seinen Einstand als Solist mit der London Philharmonic Orchestra; zur gleichen Zeit erschien sein Solo Album mit Werken von Piazzolla, Bertold Hummel und Ysaye.

In Deutschland gastierte Oscar Bohórquez unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, in der Meistersingerhalle Nürnberg, im Leipziger Gewandhaus, sowie in der Berliner Philharmonie. Weltweit spielte Bohórquez in Europa, Lateinamerika, USA und China unter den namhaften Dirigenten Sebastian Weigle, Alexander Shelley, Francesco La Vecchia, Miguel Harth Bedoya, und Carlos Miguel Prieto.

Oscar Bohórquez bildet ein Trio mit seinem Bruder, dem Cellisten Claudio Bohórquez, und Gustavo Beytelmann, Klavier, mit dem er ein neues Album mit Werken von Piazzolla und Beytelmann einspielte. Zusammen treten sie am 17.März 2018 in der Berliner Philharmonie auf. 

In 2012 begann Bohórquez die Zusammenarbeit mit dem in Paris ansässigen AlmaViva Ensemble, welches sich auf lateinamerikanische Kammermusik spezialisiert und 2014 mit ihrer neuen CD zum Vorschein kommt. Oscar spielte zu diesem Zweck die "Pampeana" von Alberto Ginastera ein.

Er absolvierte sein Violinstudium zunächst bei Aaron Rosand am Curtis Institute of Music in Philadelphia und vervollkommnete seine Fertigkeiten von 2002 bis 2008 bei Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, an der Universität für Musik in Wien.

Oscar musiziert auf der G.B. Guadagnini "Grande Dame" von 1770, die ehemals Günter Pichler gehörte.

Gareth Lubbe, Viola
Foto: Pilvax Studio |

Gareth Lubbe · Viola

geboren in Johannesburg (Südafrika) erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Klavier und an der Geige im Alter von vier Jahren. Fünf Jahre später gab er in Johannesburg als Geiger sein Debüt mit Orchester, es folgten zahlreiche Preise bei regionalen und nationalen Wettbewerben. Er konzertierte ebenso als Pianist mit Südafrikas Radiosymphonieorchester und dirigierte das Johannesburg Symphonieorchester. Das Violinstudium setzte er in Deutschland fort, wo er an der Musikhochschule Köln bei Prof. Gorjan Kosuta seine Künstlerische Reifeprüfung ablegte. Später absolvierte er auf der Bratsche ein Aufbaustudium bei Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck.

Gareth Lubbe gastiert solistisch und als Kammermusiker in Europa, Amerika und Asien. Er folgte Einladungen des Mahler Chamber Orchestras als Solobratscher, mit dem er unter Dirigenten wie Claudio Abbado und Daniel Harding regelmäßig konzertiert und CD-Aufnahmen macht. Als gefeierter Obertonsänger tritt Gareth Lubbe weltweit auf und leitet Workshops. Zusammen mit „Doha“, seinem Trio mit dem Cellisten Claudio Bohorquez und Hayden Chisholm spielte er ein Album zugunsten der „Großen Stupa von Dharmakaya“ in den Rocky Mountains ein. 2006 und 2007 war Gareth Lubbe Solobratscher in der Königlich Flämischen Philharmonie in Antwerpen unter Phillip Herreweghe bevor er nach Leipzig ging, wo er als Solobratscher im Gewandhausorchester und als Dozent im Hauptfach Viola an der Musikhochschule tätig war. Ab April 2013 ist er Professor für Viola an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Claudio Bohórquez, Violoncello

Claudio Bohórquez · Violoncello

Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Instrumentes. Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben wie dem Tschaikowsky-Jugendwettbewerb in Moskau oder dem Rostropowitsch-Wettbewerb in Paris erfolgreich. Dies gipfelte im Jahr 2000 mit dem Gewinn beim erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation erhielt Claudio Bohórquez aus der Hand von Marta Casals Istomin das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem den 1. Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte. Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst: seit 2003 als Gastprofessor an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Zum Wintersemester 2011 wurde er auf eine Professur an die Musikhochschule Stuttgart berufen.

Claudio Bohórquez trat mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, den Wiener Symphonikern, dem Collegium Musicum Basel, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre de Toulouse, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, der Tschechischen Philharmonie, dem Russischen Nationalorchester und den Warschauer Philharmonikern auf. In Japan konzertiert er mit dem NHK Symphony Orchestra und mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den USA gab Claudio Bohórquez zuletzt Konzerte mit Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony, Los Angeles Philharmonic, National Symphony und dem Philadelphia Orchestra.

Zu den namhaften Dirigenten, mit denen Claudio Bohórquez bisher arbeitete und auftrat, zählen Daniel Barenboim, Rafael Frühbeck de Burgos, Jonathan Darlington, Thomas Dausgaard, Christoph Eschenbach, Hans Graf, Ruben Gazarian, Manfred Honeck, Yakov Kreizberg, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Krzysztof Penderecki, Leonard Slatkin, Tugan Sokhiev, Lothar Zagrosek und David Zinman.

Claudio Bohórquez ist bei zahlreichen Festivals zu Gast, darunter das Festival Casals in Puerto Rico, City of London Festival, Penderecki-Festival in Warschau oder auch Jerusalem International Chamber Music Festival. In den USA war er u. a. beim Tanglewood, Ravinia und Aspen Festival sowie beim Hollywood Bowl zu erleben. Er nahm am Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich und an Gidon Kremers Festival "Les Musiques" in Basel teil. Dass er ein Meister der Kammermusik ist, konnte Claudio Bohórquez auch an anderer Stellen beweisen: mit Jörg Widmann und Katia Skanavi gab er in Madrid und Bilbao Konzerte und musizierte gemeinsam mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad im Rahmen des Beethoven Marathons am Konzerthaus Berlin Beethoven Klaviertrios.

Die vergangene Saison führte den Künstler mehrfach in die USA, u.a. zu Konzerten mit dem National Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach in Washington und dem Los Angeles Philharmonic unter Charles Dutoit.

Neben zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film "Ten Minutes Older – The Cello" mit, der weltweit in den Kinos zu sehen war.

Gemeinsam mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner entwickelte Claudio Bohórquez das Installations-Projekt "Raum für Pablo Casals" als Hommage an diesen großen Cellisten.

Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.

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