Kammermusikfest Hamburg

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Kammermusikfest Konzerte

Sonntag, 13. November 2016 · 19.00 Uhr · Palais Esplanade:

Konzert
7. Hamburger Kammermusikfest International

Musikfoerderung

Kirill Troussov (Violine), Peter Bruns (Violoncello), Elisaveta Blumina (Klavier)

Drei absolut hochkarätige Musiker, jeder für sich ein exzellenter Solist, spielen in dieser einzigartigen Formation im Gartensaal des Palais Esplanade, der eine große Nähe zu den Musikern und den Musikstücken entstehen lässt.

Schon in jungen Jahren gehörte der von Sir Yehudi Menuhin geförderte Kirill Troussov zu den stärksten Talenten und gefragtesten Violinisten seiner Generation. Weltweit gastiert er bei renommierten Orchestern und wichtigen Musikfestivals. Die internationale Presse schreibt über sein Spiel: „...beeindruckende Eleganz, nicht zu übertreffende Technik, außergewöhnliche Sensibilität und Klangfarben von göttlicher Schönheit ...“. Peter Bruns zählt zu den führenden deutschen Cellisten. Sein Spiel zeichnet sich durch interpretatorische Authentizität, klangliches Temperament und präzise, nuancierte Tongebung aus. Die Auseinandersetzung mit der Musiksprache verschiedener Stile und Epochen führte zu enger Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles; eine Reihe preisgekrönter CD Aufnahmen entstand. Die zu den besten Pianistinnen der moderneren Musikliteratur gehörende Echo Preisträgerin Elisaveta Blumina setzt sich neben dem klassischen Klavierrepertoire intensiv mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts auseinander. Im Alter von 23 Jahren legte sie mit dem Gewinn mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der Internationale Brahms Wettbewerb, den Grundstein für ihre beachtliche pianistische Karriere.

Die hochbegabten Schwestern Nadia und Lili Boulanger waren Anfang des 20. Jahrhundert Studentinnen in der Kompositionsklasse von Gabriel Fauré. Dieser Klasse gehörten auch Maurice Ravel, Florent Schmitt, Charles Koechlin und Jean Roger-Ducasse an, also eine Gruppe höchst interessanter und visionärer junger Komponisten und Künstler. Wenn man nicht im Pariser Konservatorium war, traf man sich oft bei den Boulangers zu Hause, in der scherzhaft so genannten „Boulangerie“.
In dieser künstlerischen Umgebung entstanden neben den Werken der älteren französischen Elite eindrucksvolle, teilweise die Zukunft prägende Kompositionen der neuen Generation.

Obwohl selbst hochgeehrte Komponistin (Prix de Rome), prägte Nadia Boulanger die kommenden Generationen eher als wegweisende Kompositions- und Klavierlehrerin. Zu ihren Schülern gehörten u.a. Aaron Copland, Astor Piazzolla, Quincy Jones, Roy Harris, Philip Glass, Grażyna Bacewicz und Antoni Wit. Maurice Ravel, Arthur Honegger und Leonard Bernstein gingen bei ihr ein und aus. Ihr größter Klavierschüler war Dinu Lipatti, mit dem sie 1937 die ersten gemeinsamen Aufnahmen machte. Bis heute wohl unerreicht ist ihre Einspielung der Brahms-Walzer op. 39 für vier Hände.
Nadias 1913 komponierten „Drei Stücke für Violoncello und Klavier“ zeugen von hoher Professionalität in der Kompositionstechnik, von Wissen um die Instrumente und von viel Gespür für Farben und Wirkungen. Viel zu selten gespielt, entführen sie in eine äußerst ansprechende, farbige, im dritten Stück auch rhythmisch zupackende französische Klangwelt.

Anders und noch intensiver war das kurze Leben von Lili Boulanger, welches viel zu früh endete. Lili war eine der größten musikalischen Begabungen ihrer Zeit und schuf in ihrem kurzen Leben Werke von tiefster Empfindung und reifstem persönlichen Ausdruck, die in der Wahl der kompositorischen Mittel weit über die Zeit hinausgehen und bereits eindeutig den Weg in die Moderne aufzeigen.
Ihre Schwester Nadia setzte sich Zeit ihres Lebens für die Werke von Lili ein, hielt ihre eigenen Kompositionen sogar zurück, um das Werk von Lili einem breiten Publikum bekannt zu machen. "D'un soir triste" wurde 1917-1918 komponiert, zuerst in der im Konzert vorgestellten Version für Klaviertrio. Später wurde das Werk für großes Orchester instrumentiert und errang bald Weltruhm. Lili Boulanger war wohl eine der talentiertesten Komponistinnen, starb jedoch schon mit 24 Jahren und ihre Schwester Nadia, die 92 Jahre alt wurde, gab das Komponieren schon sehr früh auf. Dafür wurde sie die berühmteste Musikpädagogin des 20. Jahrhunderts.

Sergej Prokofjews Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 D-Dur op. 94a, die eigentlich eine Flötensonate war bezeichnete er in seinem Tagebuch als "in zartem, flüssigem klassischem Stil".

Die gebürtige Hamburgerin Fanny Hensel- Mendelssohn entstammte einer hochtalentierten Musikerfamilie,  war die ältere Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und  Enkelin des berühmten jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn. Das Solostück für Klavier "Abschied von Rom" gehört zum Klavierwerk aus ihrer Italien-Zeit, in dem sie ihre Erlebnisse reflektiert. Sie zeigen eine gereifte Komponistin, die sich auf neues Terrain wagt, besonders auf das des harmonischen Experiments. So antizipiert sie z.B. im ersten Akkord den Tristan-Akkord Richard Wagners.

Antonín Dvořáks beliebtes Werk für Violine, Violoncello und Klavier "Dumky" ist in der Besetzung, nicht aber der Form nach ein klassisches Klaviertrio. Er wollte dieses Trio auch gar nicht als Klaviertrio im Sinne der klassischen Kammermusikgattung verstanden wissen. Für ihn ist es lediglich eine Folge von sechs slawischen Stücken, die zwischen langsam-schwermütigen und schnell-ausgelassenen tanzartigen Abschnitten wechseln.

Biografien der Komponistinnen

Lili Boulanger (1893-1918)

"Als Freund Frankreichs möchte ich mein Erstaunen darüber zum Ausdruck bringen, dass Lili Boulanger nicht als die Persönlichkeit angesehen wird, die sie in Wirklichkeit ist; nämlich die größte Komponistin der Musikgeschichte! " Igor Markévitch, Komponist und Dirigent

Lili Boulanger wurde 1893 in dritter Generation in eine Musikerfamilie hineingeboren. Der Großvater Fréderic Boulanger (1779-1844) kam als Sohn französischer Eltern in Dresden zur Welt, übersiedelte nach Paris und legte im Jahre 1797 am dortigen „Conservatoire national supérieur de musique“ den ersten Preis im Fach Violoncello ab. Seine Frau, Marie-Juliette Hallinger (1786-1850), war ebenfalls Musikerin. Die Familie Boulanger prägte das Pariser Konservatorium fast über zwei Jahrhunderte lang. Die ältere Schwester, Nadia Boulanger (1887-1979), blieb dieser Institution bis zu ihrem Tode im Jahre 1979 treu. Der Vater Ernest Boulanger (1815-1900) war Komponist und Dirigent und erhielt mit 19 Jahren den begehrten „Prix de Rome“, widmete sich aber später dem Gesang und wurde 1871 Professor für Gesang am Pariser Konservatorium. Er heiratete eine seiner Schülerinnen, die 43 Jahre jüngere Raïssa Myschetsky (1858-1935).
Trotz einer chronischen Krankheit erlangte die französische Komponistin Lili Boulanger bereits zu Lebzeiten großen künstlerischen Erfolg. Schon frühzeitig erhielt Lili Privatunterricht in Orgel, Klavier, Violoncello und Harfe sowie in Harmonielehre. Die Neunzehnjährige gewann als erste Frau für die Kantate »Faust et Helene« den Grand Prix de Rome in Komposition, der ihr öffentliche Beachtung sowie Aufenthalte in der berühmten Villa Medici in Rom einbrachte.
Zu Lilis Werkschaffen, das in den Lebensjahren von 1911 bis zu ihrem frühen Tod 1918 mehr als 50 Werke umspannt, gehören zahlreiche Werke für Soli, Chor und Orchester, zwei symphonische Dichtungen, ein »Pie Jesu«, Lieder, Klavier-, Violin- und Flötenstücke.
Die Oper »La Princesse Madeleine« blieb unvollendet. Erst seit einem guten Jahrzehnt wird ihr Werk vorurteilslos betrachtet und in eine Reihe mit denen von Gabriel Fauré und Claude Debussy gestellt. Zu Lili Boulangers bewegendsten Werken zählt ihre »Vieille Priere Bouddhi-que« für Tenorsolo, Chor und Orchester. Sie benutzte einen alten buddhistischen Text, den sie als Siebenjährige von einer Freundin geschenkt bekam. Diese Meditation über universale Liebe entsprach ihrer intensiven Beschäftigung mit Werten wie Frieden und Glück, und sie vertonte es kurz vor ihrem Tod. Die letzte Strophe des Textes, der sie ihr Leben lang begleitete, lautet: »Mögen alle Frauen, mögen alle Männer, Arier und Nicht-Arier, alle Götter und alle Menschen, und alle, die gestorben sind, ohne Feind, ohne Hindernis, den Schmerz überwinden und glücklich sein, und sich in Freiheit bewegen können, jeder nach seiner Art.«

Nadja Boulanger (1887-1979)

„Als Pädagogin besteht mein ganzes Leben darin, andere zu verstehen und nicht, andere dazu zu bringen, mich zu verstehen. Was ein Student denkt, was er tun will – das ist wichtig. Ich muss versuchen, ihn dazu zu bringen, sich selbst auszudrücken, ihn darauf vorzubereiten, das zu tun, was er am besten kann.“

Nadia Boulanger war die älteste Tochter von Raissa und Ernest Boulanger. Sie war Komponistin, Dirigentin, Pädagogin, Musikjournalistin, Theoretikerin und Instrumentalistin in einer Person. Am Pariser Konservatorium gründlich ausgebildet, gewann sie etliche Kompositionspreise. Sie arbeitete an mehreren privaten Konservatorien. Studentinnen und Studenten kamen in Scharen, um der Frau mit dem Monokel in dem dunklen strengen Kostüm zuzuhören. Ihre profunde Kenntnis der Musik aller Epochen, ihre leidenschaftliche Begeisterung für jedes Detail machten ihre Vorlesungen zu bewegenden Erlebnissen.
Nadia Boulanger hat in ihrem Leben fast alles auf dem Musiksektor angepackt, hatte es aber schwer, sich als Komponistin auszuweisen. Die Situation vor dem 1. Weltkrieg war für Komponistinnen noch bedrückender als heute. So fand Nadia in der Musikpädagogik einen Bereich, dem ihr immenses Wissen und ihre Ausstrahlung zugute kamen. Dennoch ist es bedauerlich, dass ihr Können überwiegend im Werk anderer weiterlebt. Die bislang bekannten Werke Nadia Boulangers umfassen vor allem Vokalkompositionen (Kantaten, Chorfugen), ein virtuoses Werk für Klavier und Orchester („Rhapsodie variée“), Kammermusik und die Oper „La vielle mort“, die sie zusammen mit Raoul Pugno komponierte.
Während des 2. Weltkriegs lehrte Boulanger in den USA. 1946 kehrte sie nach Paris zurück, um eine Professur am Conservatoire National zu übernehmen. Überhäuft mit zahllosen Ehrungen, unterrichtete sie bis zu ihrem Tod im Alter von 92 Jahren.
„Wenn je ein Mensch die musikalische Entwicklung von 1920 bis 1940 mitgestaltet hat, dann war es Nadia Boulanger. “ (Harold Schonberg)

Fanny Mendelssohn-Hensel (1805-1847)

„Dass ich bei so gänzlichem Mangel an Anstoß von außen dabeibleibe, deute ich mir selbst wieder als ein Zeichen von Talent.”
“Die Musik wird für Felix vielleicht zum Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbass Deines Seins und Tuns werden kann und soll…” schrieb der Bankier Abraham Mendelssohn an seine 14 jährige Tochter Fanny.

Als älteste von vier Kindern wurde sie in einer aufgeklärt-kultivierten jüdischen Familie geboren und wusste daher frühzeitig, dass sie nie Berufsmusikerin werden durfte. Dennoch erhielt sie zunächst genauso guten Musikunterricht wie ihr jüngerer Bruder Felix (1809-47), den sie innig liebte. Sie blieben zeitlebens in engem Kontakt und beeinflussten sich künstlerisch gegenseitig. Die wenigen Reisen, die Fanny unternehmen durfte (1822 in die Schweiz, 1839-40 nach Italien) waren Lichtpunkte ihres Lebens, und ihre wunderbar anschaulichen, geistvollen Briefe verraten ihre Begeisterung.
Reisen, Anregungen und Anerkennung von außen - all diese Möglichkeiten standen dem Bruder offen, während ihre Begabung zu verkümmern drohte.
Nach ihrer Verheiratung mit dem Maler Wilhelm Hensel führte sie in ihrer Berliner Wohnung bei Sonntagsmusiken auch eigene Chor- und Orchesterwerke auf. Erst ein Jahr vor ihrem Tod erteilte Felix seiner Schwester den “Handwerkssegen” − seine Zustimmung zum Drucken einiger ihrer Werke.
Erst 1976 nahm das größte Musiklexikon der Welt (MGG - Musik in Geschichte und Gegenwart)  Fanny Hensel im Anhang auf: “ihr kompositorisches Schaffen, das über 400 einzelne Stücke umfasst, ist bisher noch nicht eingehender untersucht worden”. Oratorien, Kantaten, Festspiele, Lieder und Klavierstücke sind darunter. 1984 wurde ihr “Oratorium auf Worte aus der Bibel” wieder aufgeführt, und viele weitere Werke folgten. Harmonisch greifen ihre Werke häufig über die des Bruders hinaus, ihre Lieder “gehören zu dem allerbesten, was wir von Liedern besitzen” (Felix Mendelssohn), und ihr Trio sollte eigentlich längst ein Standardwerk des Kammermusik-Repertoires sein.

„Fannys wunderbare Musik, die dich so ergreift und die du nie greifen kannst, hat viele Möglichkeiten der Klangwerdung. Wäre es immer derselbe ‘Trick’, könnte man wohl ein analytisches Raffinement entwickeln, sie doch zu packen. Aber sie entzieht sich durch die Variabilität ihrer schöpferischen Potenz. ” (Diether de la Motte)

Eva Rieger, http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/fanny-hensel-geb-mendelssohn/ http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/fanny-hensel-geb-mendelssohn/

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Kirill Troussov (Violine)
Foto: ©M.Borggreve |

Kirill Troussov · Violine

Schon in jungen Jahren von Sir Yehudi Menuhin gefördert, gehört Kirill Troussov heute zu den international gefragtesten Geigern seiner Generation. Er ist bei renommierten Orchestern und bei wichtigen Musikfestivals weltweit zu Gast. Die internationale Presse schreibt über sein Spiel: „...beeindruckende Eleganz, nicht zu übertreffende Technik, außergewöhnliche Sensibilität und Klangfarben von göttlichen Schönheit ...“

Die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Daniele Gatti, Lawrence Foster, Vladimir Fedoseyev, Jiri Belohlàvek, Michail Jurowski, David Stern, Christoph Poppen, Vladimir Spivakov, Mikko Frank und Louis Langrée sowie mit den Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, Gewandhaus Orchester Leipzig, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden, Münchner Philharmonikern und Bamberger Symphonikern führt ihn in die größten Konzertsäle und Musikfestivals der Welt  - Berliner Philhamonie, Concertgebouw Amsterdam, Palais des Beaux Arts Brüssel, Théâtre du Châtelet, Théâtre des Champs Elysées, De Doelen, NCPA in Beijing, Suntory Hall in Tokyo, Auditorio Nacional de Musica in Madrid, Verbier Festival, Schleswig-Holstein Festival und Menuhin Festival Gstaad.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt Kirill Troussov regelmäßig mit Künstlern wie Sol Gabetta, Yuja Wang, Julian Rachlin, Daniel Hope, Joshua Bell, Gautier und Renaud Capucon, Natalia Gutman, Christian Zacharias, Yuri Bashmet, Mischa Maisky und Elisabeth Leonskaja zusammen.

Das Einspringen für Gidon Kremer in Paris, die Asientournee mit dem Verbier Festival Chamber Orchestra, der spektakuläre Auftritt bei BBC Proms und seine Tätigkeit als Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben sind nur einige Highlights seiner letzten Spielzeiten.

Zu seinen internationalen Auszeichnungen gehören unter anderem der Europäische Kulturpreis, der Davidoff-Preis des Schleswig-Holstein Festivals, der Yamaha Preis sowie zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben.

Kirill Troussovs Aufnahmen - unter anderem bei EMI Classics - sind mehrfach international ausgezeichnet. Er spielt zusammen mit Yuja Wang auf ihrer DVD mit Kurt Masur aus dem Jahre 2011. Mit der Staatskapelle Weimar erscheint 2013 das Violinkonzert von Schwarz-Schilling, gefolgt von der CD mit den kammermusikalischen Werken von Mendelssohn 2014.

Er absolvierte seine Studien bei Zakhar Bron und Christoph Poppen. Zu seinen Mentoren zählen Igor Oistrach, Herman Krebbers und Sir Yehudi Menuhin.

Kirill Troussov spielt die Antonio Stradivari „The Brodsky“ von 1702,  mit der Adolph Brodsky am 4. Dezember 1881 Peter Tschaikowskis Violinkonzert uraufführte.

Peter Bruns (Violoncello)

Peter Bruns · Violoncello

Künstlerische Glaubwürdigkeit und interpretatorische Authentizität, klangliches Temperament und präzise, nuancierte Tongebung zeichnen sein Spiel aus: Peter Bruns zählt zu den führenden deutschen Cellisten.

Solokonzerte und Recitals führten Peter Bruns in die renommiertesten Musikzentren sämtlicher Kontinente, so u. a. in die Berliner Philharmonie, die New Yorker Carnegie Hall, die Londoner Wigmore Hall, nach Tokyo und Hong Kong, in die Semperoper Dresden, ins Leipziger Gewandhaus sowie zu bedeutenden Festivals wie in Kuhmo und Bergen, zu den Berliner und Dresdner Musikfestspielen, zum Budapester Frühling, zum Seoul Spring Festival und zu Gidon Kremers Lockenhaus-Festival.

Peter Bruns ist Solist vieler großer Orchester, so z.B. auch auf Tourneen der Sächsischen Staatskapelle Dresden, des RAI-Sinfonieorchesters, des MDR-Sinfonieorchester und des Berliner Sinfonieorchesters. Er arbeitete u.a. mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Herbert Blomstedt, Colin Davis, Eliahu Inbal, Thierry Fischer, Christoph Prick, Marc Albrecht, Michail Jurowski und Bruno Weil zusammen. Die Auseinandersetzung mit der Musiksprache verschiedener Stile und Epochen führte zu enger Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles, etwa der Akademie für Alte Musik Berlin.

In den vergangenen Saisons war Peter Bruns u.a. in Konzerten im Musikverein Wien, in Berlin, in der Kölner Philharmonie, in Leipzig, Tokyo, Seoul, Auckland und Bangkok zu hören. In der laufenden Saison spielt er u.a. in der Berliner Philharmonie Haydns Cellokonzert D-Dur, außerdem Cellokonzerte von Dvorak, Volkmann, Boccherini, Dutilleux, Gulda sowie Offenbachs „Concerto militaire“.

In Berlin geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Professor Peter Vogler an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Von 1993-2000 war er einer der künstlerischen Leiter des Moritzburg Festivals, 1998 bis 2005 hatte er eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule Dresden inne und ist seit 2005 in gleicher Position an der Hochschule für Musik in Leipzig tätig. Meisterklassen führten Peter Bruns in viele Städte Deutschlands, nach New York, London, Seoul, Tokio, Madrid, Frankreich, Australien und Schweden.

In letzter Zeit ist Peter Bruns zunehmend auch als Dirigent in Erscheinung getreten, so u.a. mit dem Händel-Festspielorchester Halle, dem Dresdner Kammerorchester und dem Göttinger Symphonieorchester.
Seit 2014 ist Peter Bruns Künstlerischer Leiter des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig, mit dem er eine eigene Konzertreihe im Leipziger Gewandhaus gestaltet.

Der Cellist hat eine Reihe preisgekrönter CDs aufgenommen, u. a. Gesamteinspielungen der Brahms-Sonaten, der Bach-Suiten, der Werke von Gabriel Fauré, Ernest Bloch, Charles Koechlin, Robert Schumann, Robert Volkmann, Charles Marie Widor und Louis Vierne, außerdem Einspielungen des Konzerts a-Moll von Carl Philip Emanuel Bach (Cannes Classical Award „Best CD of the Year“), des Gesamtwerks von Antonin Dvorak für Violoncello und Orchester mit der Staatskapelle Dresden und die hoch gelobten Aufnahmen der Cellokonzerte von Haydn, Schumann und Volkmann mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig.

Peter Bruns spielt auf einem Instrument von Carlo Tononi, Venedig 1730, das sich im Besitz des legendären spanischen Cellisten Pablo Casals befand.

„Das ist eine der besten CD-Aufnahmen des Jahres - vielleicht sogar des Jahrzehnts. [...] Was wir hier vorfinden, kommt unter den 'authentischen' Aufführungen der letzten Zeit Casals am nächsten.“   (Early Music Review über die CD-Aufnahme der 6 Cellosuiten von J. S. Bach)

„Peter Bruns tut das, was er auf seinem Tononi-Cello von 1730 am liebsten tut: Er deklamiert. So wie Pablo Casals, in dessen Besitz das Instrument auch gewesen war. Die Nähe zu Casals bestätigte Peter Bruns einmal mit den Worten: ‚Ich versuche auch, auf dem Instrument zu sprechen’.“
(Maja Ellmenreich im Deutschlandradio Köln)

 

Elisaveta Blumina, Klavier

Elisaveta Blumina · Klavier

Russland / Deutschland und Irland

Die Echo Klassik Preisträgerin Elisaveta Blumina zählt zu den herausragenden Musikerinnen der jüngeren Generation, die unbeirrt von irgendeinem "Star-Kult" ihren eigenen Weg gehen wollen. Der musikalische Werdegang der Pianistin Blumina begann aber eigentlich parallel zu ihrer Leidenschaft für das Ballett. Sie wurde schon als Kind in die berühmte Vaganov Ballett Schule aufgenommen und war fest entschlossen, Ballerina zu werden. Auf ärztlichen Rat, nämlich nach Roentgen-Untersuchungen die prognostizieren ließen, wie groß sie einmal werden würde, wurde ihr geraten, doch zurück an die Spezialmusikschule zu gehen. Elisaveta Blumina wuchs in der großen Tradition der berühmten russischen Klavier-Schule auf. Sie begann ihre Ausbildung am Rimski Korsakow-Konservatorium St.Petersburg in den Fächern Klavier, Kammermusik und Liedbegleitung. Später setzte sie ihre Studien an der Hamburger Musikhochschule sowie am Konservatorium in Bern fort. Zu ihren Lehrern zählen internationale Musikgrößen wie Evgeni Koroljov, Sir András Schiff, Radu Lupu und Bruno Canino.

Neben dem klassischen Klavier-Repertoire setzt sich Elisaveta Blumina sehr intensiv mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts auseinander. Hierfür zeugen unter anderem die international viel beachteten Aufnahmen der Werke des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg, für dessen Wiederentdeckung sich Elisaveta Blumina unermüdlich einsetzt. Beim Label „cpo“ entsteht zur Zeit eine Serie von CD’s mit Klavier- aber auch Kammermusikwerken Weinbergs. Bei diesem Projekt arbeitet sie zusammen mit international bekannten Solisten wie Kolja Blacher, Johannes Moser und Wenzel Fuchs. Auch unterrichtete sie die Musik von M.Weinberg auf Einladung von Gidon Kremer (der sie auch zum Lockenhaus Festival einlud) in der Kronberg Academy. Gerade wurde Elisaveta Blumina vom Label Naxos für eine langfristige Kooperation mit weiteren Einspielungen der sowjetischen und modernen russischen Literatur beauftragt.

Im Jahre 2008 gründete Elisaveta Blumina gemeinsam mit Kalev Kuljus (Solo-Oboist des NDR Sinfonieorchesters Hamburg) und Mathias Baier (Solo-Fagottist der Staatskapelle Berlin) das "Ensemble Blumina".

Internationale Anerkennung erspielte sich Elisaveta Blumina durch Auftritte in der Carnegie Hall in New York, der Berliner Philharmonie, der Hamburger Laeiszhalle, der Beethovenhalle Bonn und der National Concert Hall Dublin.

Elisaveta Blumina ist eine viel gefragte Kammermusikerin. Zu ihren kammermusikalischen Partnern zählen Kolja Blacher, Pierre Amoyal, das Vogler Quartett, Wenzel Fuchs, Hans-Udo Heinzmann, Johannes Moser, Noah Bendix-Balgley, Marina Prudenskaya und Vassily Lobanov. Ferner ist sie ein gern gesehener Gast bei den Festivals in Verbier, Lockenhaus, Colmar sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Ihre mittlerweile 24 CD's festigen ihren Ruf als außergewöhnliche Interpretin, ihre Tätigkeit als Liedbegleiterin wurde mehrfach bei internationalen Gesangs-Wettbewerben prämiert.

Im Jahr 2012 wurde sie vom „Hamburger Verein Musikförderung“ gebeten, die künstlerische Leitung des Hamburger Kammermusikfestes und des Hamburger Opernsalons zu übernehmen. Inzwischen ist sie auch die künstlerische Leiterin des "Giluim" Festivals in Schönebeck. Die Wiederentdeckung vergessener oder unterschätzter jüdischer Komponisten, von noch unentdeckten „Juwelen der Kammermusik“, aber auch die Förderung besonders begabter junger Musiker sind ihr dort ein großes Anliegen.

© Musikförderung e.V.
Eppendorfer Weg 58
20259 Hamburg
Telefon: 040 / 390 84 81
E-Mail: info@musikfoerderung.de
www.musikfoerderung.de

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